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Sonderbau

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Sonderbau

 

Sie haben spezielle Bedürfnisse, die kein Standard erfüllen kann? Dann sind Sie bei SORG genau an der richtigen Stelle. Wir sehen eine Herausforderung darin,  für Ihre individuellen Bedürfnisse besondere Lösungen zu entwickeln. Denn das Besondere ist unser Alltag. Wir fangen dort an, wo andere schon längst aufgehört haben. Dafür stehen wir im permanenten, intensiven Dialog mit Betroffenen, Eltern, Therapeuten und Ärzten. Und daraus ergeben sich immer neue Herausforderungen, für die wir einzigartige Lösungen finden. Viele dieser Ideen und Entwicklungen fließen in unser Standardprogramm ein. Deshalb ist unser "Standard" oftmals individueller und vielseitiger als erwartet.

Stellen Sie uns auf die Probe und teilen Sie uns Ihre speziellen Bedürfnisse mit. Wir können fast jeden Wunsch erfüllen. Und das zu einem hervorragenden Preis.


Besondere Lösungen

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für einzigartige Lösungen, abgestimmt auf individuelle und spezielle Bedürfnisse.

 

 

XXL-Rollstühle

Diese beiden Rollstühle sind für besondere Belastung entwickelt worden. Auf den ersten Blick sehen sie fast normal aus, wurden aber für zwei ältere, extrem übergewichtige Benutzer entwickelt, die sich mit ihrer Restmobilität im Rollstuhl in ihrer Wohnung fortbewegen wollen und können.

Der blaue Rollstuhl wird im beengten häuslichen Bereich überwiegend durch Trippeln fortbewegt, ist aber auch für den Außenbereich tauglich. Dann wird der Benutzer aber passiv geschoben. Bei längeren Aufenthalten außer Haus muss er aus therapeutischen Gründen in eine halb liegende Position gebracht werden, wofür der Rücken um 40° im Winkel verstellt werden kann. Zum leichteren und selbstständigen Transfer sind die Seitenteile wegklappbar. Für den Transfer in den engen Fahrstuhl bzw. durch die enge Toilettentür wurde dieser Stuhl mit unseren Transit-Sicherheits-Rädern ausgestattet. Durch die 12"-Räder wird der Rollstuhl im Vergleich zu Standard-Antriebsrädern um fast 30 cm kürzer, wodurch das Manövrieren in den engen Wohnung wesentlich erleichtert ist.


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Bauchliegewagen

Dieser Sonderbau wurde für einen Benutzer entwickelt, dessen Rumpf und obere Extremitäten fast "normale" Größe entwickelt hatten, der aber vom Th10 (Pars thoracalis) abwärts extreme Dysmelien aufwies und dessen Unterkörper insgesamt in der Entwicklung enorm retardiert ist. Aufgrund dessen ist es ihm nicht möglich, weder stehend noch sitzend eine aufrechte Haltung einzunehmen, weil sein Becken der Last des Oberkörpers nicht standhält. Zusätzlich ist der komplette Muskeltonus ab dem Th10 abwärts geschwächt, wodurch auch mit einer Sitzschale keine Stabilisierung in der aufrechten Haltung ermöglicht werden kann.

Mit diesem Bauchliegewagen (ergänzt durch eine entsprechende Schale) gelingt es dem Benutzer nun, völlig autonom seinen Rollstuhl anzutreiben. Dafür wurden die Antriebsräder nach vorne verlagert, damit er sie auf dem Bauch liegend und mit dem Gesicht in Fahrtrichtung betätigen kann. In den aktiven Phasen wird der Rollstuhl um 35° gekantelt, damit er besser kommunizieren und agieren kann. Die Feststellbremsen wurden ebenfalls in seine Reichweite verlagert. Ebenfalls innerhalb seines Aktionsradius ist die Schale für seine Beatmungsgeräte untergebracht, damit er auch hier ohne freme Hilfe agieren und hantieren kann.

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Hebelbedienbare Fußplatte

Dieser Rollstuhl sieht auf den ersten Blick völlig normal aus. Für den selbstständigen Transfer in und aus dem Rollstuhl muss die Benutzerin die Fußplatte wegklappen können. Das ist der Benutzerin aber aufgrund ihrer Hüftbeeinträchtigung und einem geringen Muskeltonus nicht möglich, da sie sich nicht nach vorne oder gar abwärts beugen kann. 

Deswegen wurde für diesen Vector eine Fußplatte konstruiert, die mit einem körpernahen Hebel auf- oder abgeklappt werden kann. Zusätzlich ist der Rollstuhl mit einer "ausziehbaren" Sitzplatte ausgestattet, mit der sich die Benutzerin zum sicheren Aussteigen nach vorne ziehen und nach dem sicheren Einsteigen nach hinten in Richtung Rückenplatte schieben kann. Dafür wurde der Rahmen nah vorne verlängert.


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Sitzschalenrollstuhl mit Gerätehalter

Bei diesem Sitzschalenfahrgestell wurde die Sitztiefe besonders tief eingestellt, um der Begleitperson den Transfer des schwergewichtigen Benutzers mit stark eingeschränktem Muskeltonus zu erleichtern. Dafür wurde u.a. die negative Kantelung der Sitzeinheit nach vorne auf bis -9° verstärkt.

Für die diversen Therapiegeräte musste eine Lösung gefunden werden, die von der üblichen Befestigung der Halterungen unter dem Sitz abweicht. Vor allem auch deshalb, weil der zentrale große Gerätehalter für die Sauerstoffversorgung nach vorne ausfahrbar konzipiert sein musste. 


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Tandem-Kupplung

Die (alleinerziehende) Mutter von behinderten Zwillingen hatte das Problem, bei täglichen Verrichtungen außer Haus immer nur eines der beiden Kinder mitnehmen zu können. Als dann der tägliche Weg zum Kindergarten daran zu scheitern drohte, dass sie nicht zwei Kinderrollstühle auf einmal schieben konnte, haben wir für die beiden kantelbaren Kikas eine Kupplung entwickelt, mit deren Hilfe aus den zwei Rollstühlen mit wenigen Handgriffen ein Tandem wurde.


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Kantelbarer Rollstuhl mit Spezialseitenteilen

Die speziellen Seitenteile an diesem Tilty Vario sind für einen (passiven) Benutzer konzipiert, der aufgrund seiner Ataxie unter enormen motorischen Dysregulationen leidet und dadurch große Gefahr läuft, sich an den Antriebsrädern zu verletzen. Mit diesem Sonderbau erfährt er im höchsten Maß Schutz vor Fingerverletzungen bzw. kann keinen unkontrollierten Aktionismus in Bezug auf die Antriebsrädern entwickeln. Die Kantelfunktion bleibt natürlich erhalten.


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Kantelbarer Rollstuhl mit verstellbarer Sitzabduktion

Dieser kantelbare Rollstuhl wurde für eine Abduktionstherapie mit besonders großem Spreizwinkel entwickelt, die bereits am Becken des Benutzers beginnt. Darin ist die Trapezform des Sitzes begründet. Ebenfalls extrem ist der Rahmen im Beinbereich abduziert (11 cm auf jeder Seite), um die Beine des Kindes in diese besondere Haltung bringen zu können.

Die Abduktion der Sitzplatte ist so konzipiert, dass sie im Laufe der Therapie den veränderten Anforderungen angepasst werden kann. Dieses Konzept ist auch für die Therapie nach Pörnbacher geeignet.


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